Mein Weg zur Sub
 



Mein Weg zur Sub
  Startseite
  Über...
  Archiv
  Gästebuch
  Kontakt
 

  Abonnieren
 


 
Letztes Feedback
   1.08.17 16:14
    Hallo Sub! Hast du de
   1.08.17 20:52
    "übe Dich in Keuschheit"
   1.08.17 21:41
    Hallo fan, ich bin mi

http://myblog.de/bdsm-sub-emilia

Gratis bloggen bei
myblog.de





 
7. Waldgeräusche

Wir gehen im Sonnenschein spazieren. Es ist ein kleiner Weg am Feldrand. Rechts von uns beginnt der Wald. Wir reden – eigentlich ganz normal, über ernstere und nicht so ernste Themen. Wir witzeln rum. Manchmal lass ich wieder einen meiner Sprüche los. Aus den Augenwinkeln sehe ich, wie er leicht in sich hineingrinst. Oh je! Da war ich wieder bisschen frech. Überkommt mich manchmal irgendwie. Meistens nur, wenn wir Mailkontakt haben. Bei realen Treffen eher nicht. Aber die Atmosphäre ist locker – die Sonne scheint uns ins Gesicht. Plötzlich bleibt er stehen. Er dreht mich zu sich, seine Hand streichelt über mein Gesicht, umfasst mein Kinn; er sieht mir fest in die Augen. Ich merke, wie die Sub in mir heftig an der Jeannie-Flasche klopft. Er nimmt meine Hand und zieht mich Richtung Wald. Stille breitet sich aus. Irgendwann bleibt er stehen und drückt mich gegen einen Baumstamm. Mein Atem geht schon sehr viel schwerer. Er ist so sanft und zärtlich, es raubt mir schier die Luft. Er küsst mich leidenschaftlich, seine Hände wandern besitzergreifend über meinen Körper, über mein Gesicht. Sein Daumen streift über meine Unterlippe. Ich lasse mich fallen und gehöre ganz ihm.

Er öffnet meine Hose. Seine Hand wandert zielgerichtet auf meine Mitte zu. Ein leises Stöhnen entweicht mir, als er mich an der empfindlichen Perle berührt. Er küsst mich und stimuliert mich dabei weiter. Langsam zieht er meine Hose runter. Ich werde immer williger. Dann - abrupt - dreht er mich um und drückt mich mit seinem Körper an den Baum. Ich spüre seine Erektion an meinem Hinterteil. Ich strecke mich ihm entgegen, will mehr von ihm spüren. Völlig unerwartet trifft mich der erste Schlag mit seiner Hand auf meine rechte Pobacke. Diesmal deutlich fester, als in den letzten Sessions. Autsch! Dann kommt der zweite –rrrghh wieder auf dieselbe Stelle. Der dritte Schlag. Wow. Das tut weh – zum ersten Mal überwiegt der Schmerz. Ich höre, wie er seinen Ledergürtel öffnet und aus der Hose zieht. Mein Unterleib zieht sich zusammen. Mit dem Gürtel gezüchtigt zu werden, hat eine ganz eigene, tiefgehende Symbolik. Unschlagbar in meinen Augen! Ich bin wieder mal entsetzt, dass sich Vorfreude in mir ausbreitet – sollte ich nicht panisch weglaufen? Oder es zumindest furchtbar schlimm finden? Was stimmt nur nicht mit mir!

Der Gürtel schneidet durch die Luft und trifft auf meinen Hintern – wieder rechts! Ich zucke zusammen. Im Wald hallen die Geräusche so wunderbar… nur unterbrochen durch mein Keuchen. Dann der zweite Schlag – gleich darauf der dritte, der vierte. Alle haargenau auf die gleiche Stelle. Keine Zeit mich zu erholen. Ich versuche meinen Hintern noch näher an den Baum und weg von ihm zu bringen – als ob das was bringen würde. Ich beiße die Zähne aufeinander. Mir geht jetzt doch der Gedanke durch den Kopf, einen Fluchtversuch zu wagen, er hat mich ja nicht gefesselt. Selber schuld! Hatte ich mich nicht beschwert, seine Schläge würden mir gar nicht wehtun? Da konnte ich doch nicht jetzt schon klein beigeben. Ein weiteres Mal pfeift der Gürtel durch die Luft. Ich fange an zu wimmern. Verdammt! Noch einmal – wieder rechts. Ich winde mich, meine Finger krallen sich in den Baumstamm, die spröde Rinde bröselt zu Boden. Ich höre seinen schweren Atem hinter mir. Viel halte ich nicht mehr aus – 1, 2 Schläge noch, dann würde ich „Gelb“ rufen müssen.

Ich höre, wie der Gürtel auf den Waldboden fällt. Es ist vorbei. Er dreht mich sanft um und hält mich fest, bevor sich seine Lippen auf meine legen. Er ist so zärtlich. Ich falle tiefer während die Leidenschaft in mir lodert und dunkle Begierde erwacht.

Leise aber bestimmt kommt die Anweisung, dass ich seine Hose öffnen soll – ich knie also nieder und befreie seinen vor Erregung pochenden Schwanz. Ich berühre mit meiner Zunge seine Eichel, atme den herrlichen Duft ein und schaue dabei fragend nach oben. Nachdem er fast unmerklich nickt, lege ich los und nehme ihn genüsslich in meinen Mund auf. Ich weiß, dass er es mag, wenn ich ihn tief in mich aufnehme, also versuche ich, meine Grenze wieder ein Stückchen zu verschieben. Er stöhnt, dann greifen seine Hände in meine Haare – er fängt an, die Kontrolle zu übernehmen, gibt den Rhythmus vor. Zwei Mal muss ich würgen – aber er zieht sich sofort ein Stück zurück. Gibt mir die Zeit, mich wieder zu konzentrieren. Eine Träne läuft mir links die Wange runter. Aber ich liebe es.

Auch ohne nachzufühlen, kann ich spüren, wie mein Höschen immer nasser wird. Ich liebe es einfach, wenn er mich so benutzt. Er zieht meinen Kopf wieder zu sich – wow – das war echt tief. Er keucht und ich höre ein Stöhnen. Ich bin ja sooo stolz. Er zieht sich ganz zurück und legt meinen Kopf nach hinten, damit ich ihn ansehe. In seinen Augen erblicke ich Zufriedenheit. Ein wohliger Schauer durchfährt mich. Dann dringt er wieder langsam in mich ein – ich soll ihn dabei weiter ansehen. Ich höre, wie er schneller atmet, wie er langsam, aber unbeirrt wieder tiefer und tiefer in meinen Mund hineindringt. Dann zieht er sich ganz zurück. Ich bin fast ein bisschen traurig. Er hilft mir auf und presst mich wieder gegen den Baum.

Seine Hände gleiten unter mein Shirt. Wie er wollte trage ich keinen BH darunter. Das leichte sommerliche Shirt ist ebenfalls kein Hindernis. Er behandelt mit äußerster Sorgfalt meine sich ihm entgegenreckenden Nippel. Mein Atem geht schneller, ich stöhne. Er nimmt mein Kinn und sieht mir tief in die Augen. Wir küssen uns. Wow – so viel wie heute haben wir uns vorher nicht geküsst. Ich genieße das irgendwie. Seine Hand bewegt sich langsam Richtung Höschen. Mit den Fingern streift er durch meine Schamlippen und nimmt die Nässe meiner Erregung mit. Er zieht die Hand zurück und benetzt mit dem Saft meine Lippen. Dann küsst er diese genussvoll ab. So voller Leidenschaft, so voller Begierde. Meine Knie werden weich. Ich lehne mich gegen den Baum und halte mich an ihm fest. Dann plötzlich spüre ich die Vibration an meiner Perle. Oh mein Gott! Ich merke, wie mir sofort das Blut in den Kopf steigt, mir wird heiß – mein Atem geht schneller. Er drückt seinen so großen Körper gegen mich – ich fühle mich „gefangen“, mein Verstand setzt immer weiter aus.

Von der Ferne höre ich seine Worte „jetzt besorg‘s mir“ während er mich unnachgiebig nach unten drückt. Seine Freigabe lass ich mir nicht 2 Mal sagen. Bereitwillig öffne ich den Mund und lasse ihn in mich gleiten. Er übernimmt wieder die Kontrolle und bewegt meinen Kopf, wie er es möchte. Stück für Stück schiebt er sich wieder tiefer. Ich versuche zu entspannen. Der Rhythmus verschärft sich. Dann verharrt er kurz bevor ich schließlich sein Zucken spüre und wie sein kostbarer Saft meinen Gaumen entlang läuft. Schlucken nicht notwendig. Ich würde sowieso keinen Tropfen verschwenden. Er entlässt mich noch nicht, ich spüre seine Hand noch fest an meinem Kopf, allerdings unternehme ich auch keinen Versuch sondern genieße die Stille und die Waldgeräusche um uns herum. Dann lässt er mich frei, hilft mir auf und nimmt mich in seine Arme. Ich genieße so sehr diese Momente. Es ist so innig und ich fühle mich irgendwie geborgen und beschützt.

31.7.17 22:14


5. Besiegelt

Nur einen Tag lass ich ihn zappeln, bevor ich mich hinsetze und demütige Zeilen verfasse. „Ja – ich möchte dir dienen und dir eine gute Sub sein.“ Der Startschuss. Es ist Freitagnachmittag und seine erste Anweisung lautet: Übe dich in Keuschheit. WHAT? Ich muss mich verlesen haben! So hatte ich mir das aber nicht vorgestellt. Meiner liebreizenden Antwort im Sinne von „Vielen lieben Dank mein Herr für deine so wohlüberlegte, fürsorgliche Aufgabe“ ist die Ironie nicht zu übersehen. Ich sehe ihn regelrecht vor mir, wie er in sich hineinlächelt. Dreckskerl ^^ Aber okay – ich will ja nicht gleich meine erste Aufgabe als Sub verweigern und ich bin eisern. Das ganze Wochenende über. Das Thema Selbstbefriedigung und Orgasmuskontrolle wird übrigens später noch zu einem ziemlich roten Tuch zwischen uns, wo es dann auch mal richtig knallte. Darüber möchte ich aber an anderer Stelle schreiben. Immerhin war ich mir sicher, dass er meine zuvor definierten NoGo’s und Grenzen einhalten würde. Auf der Liste stand eben auch längere Keuschheit. Oh ja – ihr habt euch nicht verlesen. Es gibt aber einen Grund dafür. Ich kam zu dem Zeitpunkt aus einer 3-jährigen Sex-Hungerphase. Ich befinde mich nämlich in einer überaus glücklichen, aber leider nahezu sexlosen Ehe und bei dem Thema verstand ich daher keinen Spaß und wenn ich meinen Mann schon betrog, dann wollte ich zumindest auf meine Kosten kommen. Außerdem: so wahnsinnig viel stand ansonsten nicht auf den Listen (wobei diese nicht das Recht auf Vollständigkeit besaßen, wie ich auch deutlich betonte). Ich war der Meinung, es gibt genügend andere Dinge, die er mit mir anstellen konnte.

Was mich zu der Zeit allerdings sehr beschäftigte war, ob wir sexuell auch so gut zusammenpassen würden. Ich weiß, dass diese Gedankengänge nicht so ganz Sub-like sind. Aber ich wollte jemanden, der mich auch echt befriedigen konnte. Das war irgendwie noch so eine letzte Hürde, bevor ich mich ihm völlig hingab. Ich mein, das weiß man ja erst hinterher. Komischerweise schien es ihm irgendwie ähnlich zu gehen (oder er konnte Gedanken lesen). Bei unserem nächsten Treffen schliefen wir miteinander. 2 Mal. Beziehungsweise einmal hab ich ihn mit dem Mund verwöhnt. Natürlich war in seiner Gegenwart immer ein Machtgefälle spürbar, aber so richtig „Session“ würde ich es nicht nennen, zumindest rückblickend nicht. Eher eine Art Aufwärmübung. Ein Kennenlernen wie im Café, aber auf sehr intimer Ebene. Eigentlich hatten wir fast normalen Sex, der aber trotzdem nicht weniger berauschend war, wie ich finde. Und ein Mann, der 2 Mal kann?? Wow! Den sollte ich mal schön bei Laune halten. Den Sex in dieser Form hatten wir aber nur dieses eine Mal. Es besiegelte unsere DS-Beziehung und machte den Weg frei in eine wesentlich intensivere Richtung.

Wir verständigten uns natürlich auch über das Safeword. Er hat einfach meinen Vorschlag angenommen. Wir spielen nach dem Ampelsystem, wobei Gelb bedeutet, er nähert sich der Grenze und Rot, bitte mit der Aktion aufhören, die Session kann aber weitergehen, keine Absturzgefahr. Zusätzlich haben wir ein echtes Abbruchwort, wo die Session sofort beendet werden soll.

Hochsicherheitstrakt – ich weiß, wahrscheinlich kam da der Kontroll-Freak in mir durch *grins* aber irgendwie gab es mir ein Gefühl von Sicherheit, so dass ich gelassen in die Sessions reingehen konnte, gerade wo ich doch blutige Anfängerin war. Er hat mich gewähren lassen und auch auf mich vertraut, dass ich ihn nicht mit dem ständigen Benutzen dieser Wörter zu lenken versuche.

Bisher hab ich jedenfalls noch keines der Wörter ausgesprochen und würde er mir heute vorschlagen, ohne Safeword zu spielen (was allerdings gar nicht zu ihm passt) würde ich es wahrscheinlich sogar tun. Denn er agiert wirklich wahnsinnig umsichtig und sehr vorsichtig.

Mir war relativ schnell klar, dass ich von uns beiden stets die Forderndere bin. Ich war diejenige, die nach MEHR lechzte, die es gar nicht erwarten konnte, geschlagen und gedemütigt zu werden, immer mehr und tiefer in diese spannende Welt abzutauchen – mit diesem Herrn, der mich so faszinierte und der so eine unerklärliche Macht über mich hatte. Ich habe regelrecht darum gebettelt, gefleht. Er hatte es ja im Vorfeld bereits gesagt, aber die Erkenntnis, dass ich in den ersten Sessions tatsächlich nicht damit zu rechnen brauchte, gefesselt zu werden, ernüchterte mich ein wenig – wenngleich es mein Vertrauen in ihn immer mehr stärkte. Trotzdem dachte ich zwischenzeitlich darüber nach, ob es nicht klüger gewesen wäre, ein „Beschleunigungswort“ zu vereinbaren.

Als ich ihn mal absichtlich provozieren will, um ihn etwas aus der Reserve zu locken (was irgendwie nicht funktioniert hat) fragt er mich direkt, ob es mir zu langsam vorangeht. Puh…durchschaut. Ich überlege… Eigentlich ja SOWAS VON! Aber andererseits: kann es denn wirklich so verkehrt sein, wenn ich nach jedem Treffen überglücklich MEHR von haben will? Ich sehe ein, dass es gut ist, wie es ist und gebe mich geschlagen. Dieser Punkt geht an ihn.

Er ist eben nicht der Typ, der seine „Beute“ wie ein Tiger ergreift und zu Boden schleudert sobald man nahe genug dran ist. Es ist eher…hmm… wie bei diesem Anglerfisch in der Tiefsee (kennt ihr Findet Nemo?). Dieser ködert seine Beute mit einem Lichtpunkt, den er hin und her schwenkt. Die kleinen Fischleins sind so fasziniert von diesem warmen, hellen Licht, dass sie wie magisch angezogen werden – sieht es doch auch so unschuldig aus. Dann irgendwann geht die Klappe zu! Hehe… An dieser Stelle möchte ich mich bei meinem Herrn, falls er das je lesen sollte, ganz demütig entschuldigen, dass ich ihn mit diesem hässlichen Tiefseemonster verglichen habe. Ich brauchte es lediglich für mein Gleichnis. Ich überlege grad, ob der Vergleich mit einer Würgeschlange nicht ähnlich treffend wäre, allerdings gibt es wohl nichts, was einen auch nur freiwillig in die Nähe eines solchen Tieres treibt.

25.7.17 22:31


4. Sehen

Den Treffpunkt hat er vorgeschlagen. Eine kleine Bäckerei mit angeschlossenem Café, wo man auch bisschen für sich war. Er wollte, dass ich mich gut fühle, wollte nicht, dass das Treffen durch Unsicherheit oder irgendwelche Ängste überschattet wird. Er fragte also, ob der Ort für mich in Ordnung sei und dass wir uns auch an einem belebteren Ort treffen könnten, wenn es mir lieber wäre. Ich verneinte, denn das kleine Café war so ziemlich genau das, was mir ebenfalls vorschwebte (eine von vielen Übereinstimmungen unserer beider Vorstellungen, die sich auch später noch zeigten).

Natürlich kann man das alles noch viel safer machen. Aber ehrlich gesagt war es für mich öffentlich genug. Ich fühle mich in einer Shopping-Mall jetzt nicht unbedingt sicherer. Covern ging bei mir ja auch nicht, aber unabhängig davon hätte ich es für ein Kaffeetrinken auch nicht in Anspruch genommen. Wenn er vorhat, mich mit ner Waffe zu entführen, hab ich glaub ich sowieso schlechte Karten, egal ob Shopping Mall, Café oder Cover. Hilft dann vielleicht höchstens schneller meinen Mörder zu finden. Eine Sicherheit hatte ich dann aber doch vorbereitet. Eine kleine Datei auf meinem Desktop mit allen Angaben von ihm, die ich bis dato zusammentragen konnte + der gesamte Gesprächsverlauf sowie seinen Nick und auf welchem Portal er angemeldet war und zu welchem Datum. Hätte mir jetzt wohl nicht das Leben gerettet, aber ich hatte das Gefühl, etwas in der Hand zu haben.

Ein paar Minuten vorher traf ich am Treffpunkt ein und blieb in meinem Auto. Ich wollte erst mal versteckt beobachten. Kurz darauf sah ich ein Auto einkehren mit entsprechendem Kennzeichen – er parkte 3 Plätze vor mir und stieg aus. Ich sah einen großgewachsenen, gut gekleideten, adretten Mann. Irgendwie ein bisschen anders als auf den Fotos, aber weder schlechter noch besser. Er sah sich um, wirkte aber ruhig und souverän und ging Richtung Eingang des Cafés. Ich stieg aus und kam ihm entgegen. Ein Lächeln - wir begrüßen uns. Die Situation ist etwas unbeholfen. Ich merke, dass er auch aufgeregt ist. Er wirkt aber nicht schüchtern. Wir gehen rein und setzen uns über Eck an einen kleinen Tisch.

Ich muss gestehen, ich war etwas überfordert und zugleich latent überwältigt von seiner Präsenz. Meine Schüchternheit stört ihn nicht, aber ich merke seine Unsicherheit, auch wenn er diese gekonnt überspielt. Sicher wäre sie nicht jedem aufgefallen, aber für mich ist das kein Zeichen von Schwäche. Es zeigt, dass er sich jetzt nicht tagtäglich mit fremden Frauen trifft, das finde ich grundsätzlich positiv. Später erzählt er mir mal, dass er Probleme hatte mich zu lesen und daher nicht wusste, ob ich angetan war oder am liebsten schreiend weggelaufen wäre.

Wir unterhalten uns viel, erst einigermaßen locker (so locker es eben in solch einer Situation geht). Dann irgendwann merke ich, wie der Dom in ihm zum Vorschein kommt. Dieser Blick, mit dem er mich fixiert. Es ging mir durch Mark und Bein. Die Sub in mir erwachte. Hatte ich ernsthaft daran gezweifelt, mich ihm nicht unterwerfen zu können? OK – das war aber mal sowas von daneben. Ich werde ganz ruhig, unfähig noch einen Ton herauszubringen. Er greift nach meiner Hand und streichelt meinen Arm. Danach geht er langsam auf Wanderschaft. Ganz sanft, aber unbeirrbar. Zwischendurch fragt er mich, ob alles in Ordnung sei und er etwas mache, was ich nicht will oder mir unangenehm ist. Ich schüttel den Kopf und sage ihm ganz ehrlich, dass er es definitiv mitbekommt, wenn ich etwas nicht wollen würde. Er scheint beruhigt und setzt seine Erkundung fort. Er berührt meine Knie und der Gedanke, der ihm dabei kam huschte eine Zehntelsekunde über sein Gesicht. Dann wandert seine Hand immer höher zwischen meine Beine. Mein Herz galoppiert, als er sein Ziel erreicht hat. Zum Glück hatte ich eine Hose an. Es wäre mir ziemlich unangenehm gewesen, wenn er meine verräterische Nässe hätte fühlen können. So willig wollte ich mich ihm eigentlich nicht schon beim ersten Treffen zeigen. Dann streift er an meiner Hüfte vorbei, fast nicht spürbar an der Brust entlang und spielt mit meinen Haarspitzen. Er wandert weiter und ich spüre seine warme, feste und zugleich sanfte Hand an meinem Nacken. Er greift in meine Haare. Ich unterdrücke ein Stöhnen und schreibe eine Gedankennotiz an meinen Körper, er solle doch in Zukunft besser auf mich hören! Noch immer fixiert er mich mit seinem Blick. In seinen Augen lodert ein dunkles Feuer. Ich sehe Hunger und Begehren und einen wunderschönen Abgrund. Ich rutsche wie in eine Parallelwelt. Später schreibt er mir wie geil er es fand, zu sehen, wie ich unter seiner Hand der Lichtwelt entglitt.

Wir küssen uns. Ich finde es ja schwer, einen Kuss objektiv als gut oder schlecht zu bezeichnen, weil es ja auch damit zusammenhängt, wie man selber gerne küsst. Aber für mich war es einer der besten und heißesten Küsse überhaupt. Er gibt mir ohne meine Gedanken gekannt zu haben eine ganz ähnliche Rückmeldung. Also auch in diesem Punkt: Übereinstimmung! Interessanterweise wird das Küssen bei uns später wie ein Ritual, mit dem er mich ziemlich sicher in den Sub-Modus katapultieren kann.

Wir kamen so langsam ans Ende des Treffens, welches von vornherein ein zeitliches Limit hatte (so hatte ich das damals schon beim Online-Dating gehandhabt und war immer gut damit gefahren). Wir reden wieder über normale Themen. Mein Herzschlag beruhigt sich langsam. Dann seine Frage. Er möchte wissen, was mein Gefühl ist, also ob ich seine Sub werden möchte. Ich zögere. Bei so ziemlich allen wichtigen Entscheidungen halte ich es so: einmal drüber schlafen. Ich bin unsicher und sage ihm: „Ich weiß es nicht.“ Ich frage ihn, was denn passiert, wenn ich jetzt „Ja“ sage. Er antwortet, dass wir uns dann als nächstes über Grenzen und NoGo‘s unterhalten werden und wie wir mich mittels Safeword absichern (am Ende ja auch eigentlich ihn ^^). Ach so! Irgendwie hatte ich den irrsinnigen Gedanken, dass er mich bei einem Ja sofort auf die Toilette schickt, damit ich mein Höschen ausziehe. Ich bin erleichtert und verdränge den leichten Anflug von Enttäuschung.

Ich sage ihm selbstbewusst, dass ich es ihn wissen lasse und bin überrascht, dass es ihm so gar nichts ausmacht. Er ruht in sich. Ein gutes Zeichen! Schon jetzt liebhasse ich seinen selbstsicheren Ausdruck und das leichte seine Lippen umspielende Lächeln, mit dem er mir zu verstehen gibt: Du gehörst sowieso schon mir!

25.7.17 22:26


3. Vertrauen

Erst letztens las ich in einem Forum einen Thread zum Thema, wie das möglich sei, solch ein Vertrauen aufzubauen.

Einen direkten Punkteplan könnte ich jetzt auch nicht vorbringen, ich bin eben ein Mensch, der auf sein Bauchgefühl hört und irgendwie hat es mich bisher auch noch nie im Stich gelassen. Dabei war es für mich sogar schwieriger, weil Covern aufgrund meines Beziehungsstatus nicht in Frage kam. Da ich aber eben auch noch keine so schlechten Erfahrungen gemacht habe, gehe ich eigentlich recht positiv an neue Dinge heran. Ich glaube halt an das Gute im Menschen und ich vertraue auf meine Alarmglocken, die ja durchaus auch mal schrillen. Aber halt zu keinem Zeitpunkt bei ihm.

In einer seiner ersten Nachrichten an mich schrieb er, dass er schon etwas erfahren ist. Er hat seine ersten Erfahrungen rein online gemacht, später aber auch 2 reale Spielbeziehungen geführt. Ausleben tat er diese Neigung noch gar nicht sooo lange. Für mich waren diese Voraussetzungen perfekt. Gleicher Beziehungsstatus, intelligent, wohnt in der Nähe und er ist kein Anfänger, wo einem die Unerfahrenheit irgendwie Angst macht. Aber auch noch nicht so erfahren, dass meine Unerfahrenheit mir Angst macht. Dies hätte mich wahrscheinlich gelähmt und die Sorge, eventuell den Anforderungen nicht gerecht zu werden (sei es auch noch so unlogisch) hätte mich wohl daran gehindert mich einfach fallen zu lassen. Ich bin eh ein ziemlicher Kopfmensch (nein ich widerspreche mir nicht – ich bin leicht schizophren). Mir fällt es schwer, einfach loszulassen. Ich würde mich jetzt nicht als Kontroll-Freak bezeichnen, aber na ja, vielleicht ist die Bezeichnung doch auch nicht so verkehrt. So kam es eben, dass ich viel in die Hand nahm und auch schon immer eigentlich viel Verantwortung getragen habe, auch oft die „Starke“ war. Privat wie beruflich. Und bin ich definitiv eine Frau, die sich zu behaupten weiß und – wie man so schön sagt – sich nicht die Butter vom Brot nehmen lässt.  

Aber meine ambivalente Seele sehnte sich nach was Anderem. Danach, die Kontrolle abzugeben, nicht mehr zu bestimmen – auch – schwach sein zu dürfen, aufgefangen zu werden. Gedemütigt zu werden, Schläge zu erhalten, physisch wie psychisch zu erfahren, dass ich die Schwächere bin. Ha – das ist mal gar nicht so einfach! Ich kann Menschen relativ gut lesen  (es ist ein Segen und ein Fluch). Der Vorteil ist, dass sogenannte „Möchte-Gerns“ durch mein Raster fallen, weil ich das 1.000 Meter gegen den Wind rieche, wenn jemand nicht kongruent ist. Auch bin ich für Zwänge und Psychospielchen nicht sonderlich anfällig, was mich wiederum vor den Idioten beschützt (außerdem beherrsche ich diese selber ziemlich gut – leider). Wie gesagt, ein Segen und ein Fluch.

Er hat immer wieder betont, dass er sehr umsichtig agiert und sich dessen bewusst ist, dass er auch viel Verantwortung übernimmt und er zwar eine Spielbeziehung sucht, mit den Gefühlen anderer aber nicht spielt. Ist natürlich schnell mal gesagt. Aber irgendwie passte es zwischen uns. Das kann man gar nicht erklären, das merkt man einfach.

Kurz vor dem Treffen bekam ich dann aber doch etwas Bammel. Wir waren uns schon so sympathisch und die Fotos gefielen, auch wenn sie natürlich nie wirklich die Realität wiederspiegeln. Hab ich schon alles erlebt. Von Leuten, die Mega aussahen (auch in Realität) mich aber Null berührten und von Leuten, die auf Fotos jetzt nicht so Mega aussahen, mich aber in der Realität umgehauen haben. Von daher, bin ich da sowieso vorsichtig was dieses Visuelle angeht. Ich glaube mein Bild von anderen Personen, setzt sich neben dem reinen Aussehen zu gleichen Teilen zusammen aus: Stimme, Mimik / Gestik und Bewegung. Und natürlich wie er sich verhält, ob er plötzlich anders ist, als per Mail oder Telefon. So funktioniert das zumindest bei mir.

Ich habe mich aber plötzlich gefragt, klar er war nett und sehr interessant, augenscheinlich gutaussehend und ziemlich groß, … aber was ist, wenn ich mich ihm einfach nicht unterwerfen kann? Ich wusste, dass ich es nicht einfach so kann. Die Devotion ist nicht vom Grunde her da. Es überkamen mich Zweifel. Ich wurde immer aufgeregter. Als ich mich dann schließlich ins Auto setzte auf dem Weg zu unserem Treffen, war mir richtiggehend schlecht. Ich versuchte meine Atmung zu kontrollieren und dachte nur, du musst es eben herausfinden ob es passt, sonst ist es auch schade um die ganze Zeit des Schreibens.

Dann fuhr ich los.

25.7.17 22:19


2. Schriftwechsel

Am nächsten Tag schau ich neugierig ins Postfach. 2 Nachrichten. Hm… ohne eingebildet klingen zu wollen, bin ich das irgendwie schon anders gewohnt, obwohl ich jetzt auch nicht auf wahnsinnig große Erfahrung im Online-Dating zurückblicken kann. Die Nachrichten sind nett und individuell geschrieben. Ich lese sie und schreibe eine Antwort. Leider ist nur ein Profil sichtbar, das andere kann ich nicht finden. Schon komisch hier… Dann bediene ich mich selber der Suche und schau, was so in meiner Region los ist. Ich bin total enttäuscht. Die Suche spuckt nicht mal 10 Profile aus. Hmm… scheint ja nicht die größte Community zu sein. Ich beschließe, mich noch auf einem 2. Portal anzumelden.

Ahh…schon besser. Es flattern haufenweise Nachrichten rein. Sehr nette Kerle. Viele geben sich Mühe mit den Nachrichten. Irgendwie süß wie viele Männer betonen, sie suchen ja nicht nur „das Eine“. Eine Antwort à la: „Sorry, aber ich suche eigentlich nur das Eine“ verkneife ich mir ^^. Mit 4 Männern schreibe ich öfter hin und her. Es werden paar Fotos ausgetauscht. Der Kontakt vertieft sich. Immer mal vereinzelt erhalte ich auch auf dem 1. Portal Nachrichten, die ich alle höflich beantworte. Mit einem schreibe ich schon 2-3 Mal. Dann aber kommt eine interessante Mail, wo ich aufhorche. Nicht zu viel – ein höfliches Anfragen. Schöner Schreibstil. Positiv fällt mir gleich auf, dass er auch vergeben ist und ihm Diskretion sehr wichtig ist. Und ein kleiner Buchstabe macht das Anschreiben irgendwie anders. Er schrieb nicht, er suche „eine“ Sub, sondern er sucht „seine“ Sub. Find ich irgendwie viel sympathischer. Ich antworte ihm – fast schon erschreckend abweisend, dass ich mich gerade nur umsehe und mich informiere. Ich versuche auf sein Profil zu klicken. Geht nicht. Was ist das hier nur für eine Seite? Ich gebe seinen Namen in die Suchmaschine ein. Kein Treffer! Langsam nervt mich das!!

Dann kommt schon seine Antwort. Es entsteht ein kleiner Mailaustausch. Wir kommen bald auf das Thema Vertrauen zu sprechen und ich berichte von meinen Zweifeln, schnell genug genügend Vertrauen aufzubauen für reale Treffen oder gar Sessions. Seine Antwort überrascht mich und katapultiert ihn an Platz 1 meiner bisherigen, eher oberflächlichen Kontakte.

Ich bin aufgewacht und plötzlich ganz Ohr!

Wer ist dieser interessante Mann? Es entsteht ein anregender Schriftverkehr, den wir recht bald über unsere Mailadressen fortsetzen. Schon jetzt gefällt mir unser Schlagabtausch. Seine Eloquenz ist beflügelnd. Gleichzeitig wird’s auch schon etwas heiß. Er ist unheimlich höflich, bedacht – aber mir scheint auch ehrlich. Ich kann keine Unstimmigkeiten erkennen. Auch auf kritische Fragen, z.B. wie seine anderen Sub-Beziehungen endeten, antwortet er sehr direkt und kommt dabei nicht unbedingt dommig rüber. Aber die Ehrlichkeit punktet! Das erste Mal hab ich das Gefühl: den musst du kennen lernen. Denn (die Erfahrung hab ich schon gemacht) nichts geht über den Realkontakt. Erst da entscheidet es sich wirklich. Ganz Sub-like gebe ich ihm zu verstehen, dass ich ihn gern treffen möchte, er aber natürlich entscheidet, wann er den Zeitpunkt für gekommen hält. Ich glaube, es freut ihn. Aber er will erst telefonieren. Was haben die Leute bloß mit dem Telefonieren. Ich finde es ja so überflüssig, aber OK – ein bisschen Gehorsam will ich ja schon zeigen ;-)

Um es mal vorweg zu nehmen:  wir haben telefoniert, uns sehr bald darauf getroffen und ich wurde seine Sub und schneller, als ich es je für möglich gehalten hätte, fingen wir an zu spielen.  Das ist nun fast 8 Monate her. Und was ich auch daraus gelernt habe: es ist nicht so wichtig, wie viele einen anschreiben, sondern dass der Richtige es tut.

25.7.17 22:02


1. Online

Ich kann gar nicht mehr sagen, wie ich auf diese Seite gekommen bin. Ich hatte soeben den Film „50 Shades of Grey“ gesehen und einfach Begriffe bei Google eingegeben, was mich dann irgendwie dorthin geführt hat. Und was ich da las, hat mich neugierig gemacht. Es geht um BDSM, um Unterwerfung und Führung, um Schmerz. Ich fange an zu lesen und kann kaum mehr aufhören. Jeden Tag nehme ich mir ein anderes Kapitel vor. Diese wirren Bilder im Kopf werden klarer. Plötzlich gibt es Wörter und Definitionen, die das beschreiben, was irgendwie in mir zu sein scheint. Es gibt ein Lexikon und Erfahrungsberichte, die ich nur so verschlinge. Irgendwann bemerke ich, dass es „einen“ Betreiber gibt, woher auch der Name der Webseite kommt und der auch noch seinen ganz separaten Reiter hat. Ich werde neugierig und fang an mich durchzuklicken (ja, ja – immer diese Stalker ^^) Ich bin sehr angenehm überrascht. Kein Spinner. Scheint Stil zu haben, ist eloquent. Seine Art zu Schreiben gefällt mir. Seine Texte sind ehrlich und reflektierend – irgendwie tiefgründig und das bei so einem Thema. Ich lese weiter. Plötzlich stolper ich über eine BMI-Marge… ich lese noch mal. Echt jetzt?? Wow – das ist sein ernst. OK – natürlich legitim, aber es will einfach nicht so recht zu den tiefgreifenden Texten passen, die ich zuvor las. Ich sehe an mir runter: nun ja, die weiblichen Formen lassen sich schon nicht verleugnen. Ich erwische mich bei der Frage, ob mein BMI eigentlich noch im Rahmen wäre. Dann verwerfe ich den Gedanken und verlasse seinen Bereich.

Ob jeder Dom so tickt?

Bisher konnte ich mich eigentlich nie über zu wenig Interesse des anderen Geschlechts beschweren. Ich beschließe, mich anzumelden. Nach dem vielen Lesen wird es Zeit, mal was real auszuprobieren. Da ich nicht so auf Profil ausfüllen stehe, lass ich es weitgehend leer. Die Info, dass ich vergeben bin scheint mir aber wichtig. Ansonsten - erstmal sehen, ob es sich überhaupt lohnt, mehr Informationen über sich preiszugeben.  Ein Foto kann ich ja auch später noch hochladen.

Erst mal in die Hände geklatscht – der erste Schritt ist getan.

25.7.17 21:57





Verantwortlich für die Inhalte ist der Autor. Dein kostenloses Blog bei myblog.de! Datenschutzerklärung
Werbung